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Der ganz normale Familienwahnsinn

Wieder sind wir vermehrt mit der eigenen Familie beisammen. Wir treffen uns weniger mit Freund*innen, gehen nicht täglich zur Schule und arbeiten teilweise von daheim. Dabei teilen wir uns mit der Familie wie immer Bad, Küche, Wohnzimmer. Das kann manchmal tierisch nerven.

Was ist Familie?

Familie beschreibt eine zusammengehörende Gruppe, die durch biologische Verwandtschaft, Heirat oder freie Wahl entsteht. Ein sogenanntes “klassisches Bild” von Familie kennen wir z.B. aus er Bibel – Vater, Mutter, Jesukind. Familie gibt es aber in viel unterschiedlicheren Varianten. Alle, die diesen Blog hier lesen, bringen vermutlich unterschiedliche Konstellationen oder Wahrnehmungen von Familie mit. Und das alles hat seine Berechtigung.


Die meisten Menschen finden in ihrer Familie Geborgenheit, Nähe und Schutz. Andere würden das Zuhause vielleicht als einen gefährlichen Ort beschreiben, da sie da Angst vor Gewalt oder Hass haben müssen. Es gibt Kinder, die sich vor Alkohol-kranken Eltern fürchten und jene, die Zuhause einem großen Druck Stand halten müssen. Es gibt Eltern, denen Situationen in der Familie zu Kopf steigen und die deshalb großem Stress ausgesetzt sind.


Familie in Ausnahmesituation

Und dann gibt es Ausgangsbeschränkungen. Plötzlich muss man wieder näher rücken, hat weniger Möglichkeiten allein zu sein und “auszubrechen”. Das wird für viele Familien zur Herausforderung. Da bleibt nur zu sagen: Challenge accepted! (Also: Herausforderung angenommen!)


Das Institut für Wohn- und Architekturpsychologie (IWAP) hat interessante Tipps ausgearbeitet, die uns dabei helfen können, daheim gut zu lernen, zu arbeiten und zu sein. Jede und jeder in der Familie sollte einen Platz für sich haben, an den man sich zurückziehen kann. Ein fixer “Arbeitsplatz” für Schüler*innen und Arbeitnehmer ist auch von Vorteil. Wenn das fixe langfristige Einrichten eines Platzes nicht möglich ist, sollten die Schul- und Arbeitsunterlagen nach Gebrauch gut verstaut werden, um wieder Platz zum Essen, Schlafen oder Fernsehen zu haben. (Weitere solcher Vorschläge finden sich im unten angeführten Link zu einem Dokument des IWAP.)


Nähere Tipps, wie junge Leute (und deren Familien) mit der sich wiederholenden Situation in Zeiten der Pandemie umgehen können, wird in diesem Video anschaulich erklärt.

Vielfalt daheim – im doppelten Sinn

Wie in der Familie gibt es auch in unserem Alltag normalerweise Vielfalt. Dies gilt es auch in Zeiten des Daheim-Seins zu bewahren! Wir können daheim Sport treiben, Spiele spielen, gemeinsam Singen, einen online-Kurs besuchen und und und. So können alle Familienmitglieder ihren Ausgleich finden, den jede und jeder braucht.

Und wenn es doch mal zu einem Gewitter kommt, hilft es einen Schritt zurückzugehen, tief einzuatmen, sich vorerst abzulenken und dann die Situation gemeinsam zu besprechen. Klare Aufgabenteilungen und Regeln daheim können stressige Situationen vorbeugen. Das folgende Video ist Teil 3 einer Serie, die sich an Eltern richtet, um gut durch stressige Zeiten zu kommen.

Das Forum Prävention hat eine Liste von Anlaufstellen aufgelistet, an die man sich in unterschiedlichen Situationen wenden kann. Darunter für Jugendliche die Kontaktdaten zu young&direct, dem Forum Prävention, der Kinder- und Jugendanwaltschaft und Young HANDS.


Für sonstige psychische Unterstützung ist der landesweite Dienst für Notfallpsychologie rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche unter der Nummer 366 6209403 erreichbar. Das Team des Psychologischen Dienstes in Brixen (0472 813100) hat Montag bis Freitag von 8.30-17:00 Uhr ein offenes Ohr.



Quellen:

https://genderdings.de/familie/

https://familienportal.de/familienportal/familienleistungen/corona/informationen-eltern

https://www.iwap.eu/wp-content/uploads/2020/04/Wohnen-in-der-Krise-Brosch%C3%BCre-a.pdf

https://www.forum-p.it/de/hilfe-und-beratung--1-3339.html

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